Nächtliche Personensuche im Watt endet glücklich

Die Suche nach einer jungen Frau hat in der Nacht zu Mittwoch ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk (THW), Polizei, Deutschen Roten Kreuz (DRK), Rettungsdienst, Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und sogar der Bundeswehr in Atem gehalten. Eine 25-jährige Frau aus Dortmund wurde bei der Polizei am späten Dienstagabend von Freunden als vermisst gemeldet. Als Aufenthaltsort wurde Norddeich, besonders der Hafen, vermutet. Eine von der Polizei veranlasste Handyortung bestätigte den Verdacht. Da ein Suizidversuch nicht ausgeschlossen werden konnte, war eine gewisse Dringlichkeit geboten. Gegen 0.30 Uhr forderte die Polizei zunächst eine kleine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Norden mit der Wärmebildkamera zur Suche im Norddeicher Hafen an. Ebenso die Kameraden der Feuerwehr Lütetsburg mit ihrer Kamera. Vor Ort wurde schnell klar, dass das Suchgebiet sehr groß und absolut dunkel sei. Daher erfolgte die Alarmierung der gesamten Norder Wehr, des THW Norden, der DGzRS und des Bundeswehrhubschraubers vom Standort Helgoland.

Zunächst wurden die Hafenbecken im Ost- und Westhafen mit deren Steganlagen und diversen Schiffen ausgeleuchtet und abgesucht. Das Mehrzweckboot der Feuerwehr sowie das Rettungsboot "Cassen Knigge" der DGzRS suchten zunächst die Hafeneinfahrt und später den Seebereich vor dem Haus des Gastes ab. Stürmische Böen und heftige Regenfälle erschwerten die Suche für alle Beteiligten ungemein. Um die durchnässten Einsatzkräfte mit warmen Getränken zu versorgen, rückte das DRK zum Verpflegungseinsatz an. Eine weitere Ortung des Mobiltelefons der Vermissten ließ auf einen Aufenthaltsort weiter westlich Richtung Campingplatz vermuten. Daher wurde die Suche in diesen Bereich dann verlagert. Für eine eventuell notwendige Landung des großen SAR-Hubschraubers vom Typ Sea King, wurde die Drachenwiese von Feuerwehr und THW taghell beleuchtet.

Der Hubschrauber überflog immer wieder den Strand und das Meer entlang der Deichlinie. Mit einem Suchscheinwerfer verschaffte sich die Crew genügend Sicht. Am Strand wurden dann mehrere persönliche Gegenstände der jungen Frau gefunden. Somit war klar, dass man an der richtigen Stelle suchte. Ein Suchhund der Polizei schlug ebenfalls an und nahm die Fährte im Watt auf. Wegen des auflaufenden Wassers und des starken Regens verlor er die Spur dann jedoch. Der Hubschrauber überflog das Gebiet weiterhin und der Bereich am Hundestrand wurde ebenfalls ausgeleuchtet und mit einer Wärmebildkamera abgesucht.

Gegen 3.30 Uhr trauten die Mitglieder des THW ihren Augen kaum, als plötzlich im Wattenmeer in Höhe des Deichrichterweg die Frau wie ein Gespenst aus dem Dunkeln auftauchte. Schnell zog sich einer der Helfer eine Wathose an und lief der durchnässten und verdreckten Frau entgegen. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr eilte ebenfalls zur Hilfe. Die THW-Helfer führten die völlig entkräftete Frau aus dem Watt und setzten sie in ihr warmes Einsatzfahrzeug. Ausgebildetes Rettungsdienstpersonal der Feuerwehr übernahm bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die medizinische Erstversorgung. Mit einer starken Unterkühlung wurde die Selbstmordgefährdete ins Norder Krankenhaus gebracht. Nur wenige Minuten nach dem Fund der Dortmunderin stand das Watt in diesem Bereich hoch unter Wasser. In Verbindung mit der Unterkühlung und der Entkräftung kann hier von einer Rettung in letzter Minute gesprochen werden.

Die insgesamt über 100 Einsatzkräfte konnten darauf die Suchaktion abbrechen und an ihre Standorte zurückkehren. Die letzten Norder Feuerwehrleute beendeten den erfolgreichen Einsatz um 5.30 Uhr.

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