Frühjahrsübung bei der AWO

Die Frühjahrsübung der Freiwilligen Feuerwehr Norden fand in diesem Jahr am Dienstagabend im Neubau des AWO Altenwohnzentrums in der Schulstraße statt. Als Übungsszenario sahen die Planer der Übung Jörg Päpke, Thomas Lübbers und Stefan Schröder, einen Küchenbrand im ersten Obergeschoss vor. Dichter Rauch hatte mehrere Bewohner eingeschlossen. Gegen 19:45 schlug die automatische Brandmeldeanlage Alarm und mehrere Anrufer meldeten der Rettungsleitstelle Aurich ein starke Rauchentwicklung. Für die Feuerwehr Norden sowie das Deutsche Rote Kreuz wurde darauf Großalarm ausgelöst.

Es galt zirka 50 Bewohner durch die Einsatzkräfte aus dem brennenden Objekt zu evakuieren. Dies geschah durch Atemschutztrupps, welche in das Gebäude vorgingen. Die durch die Jugendfeuerwehr gespielten Bewohner wurden über die Drehleiter, das Treppenhaus und Steckleitern am Außengebäude und den Innenhof gerettet. Da die Senioren teilweise auf Gehhilfen, Rollatoren oder gar Rollstühle angewiesen sind, erschwerte dies deren Rettung ungemein. Für die Versorgung der Bewohner richtete das Deutsche Rote Kreuz eine Sammelstelle sowie Versorgungszelte auf einem nahegelegenen Parkplatz ein. Auch Bewohner welche unverletzt waren, mussten aufgrund ihrer Vorerkrankung betreut werden. Der Großteil von ihnen ist an Demenz erkrankt. Zugführer Christian Schipper hatte die Gesamteinsatzleitung übernommen. Weitere Zugführer bekamen von ihm Einsatzabschnitte, wie Wasserversorgung, Menschenrettung oder Verletztensammelstelle zugewiesen. Stadtbrandmeister Dieter Stellmacher und seine beiden Stellvertreter Thomas Kettler und Thomas Weege standen beratend zur Seite und wägten mit den Führungskräften verschiedene Lösungsansätze ab. Um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräteträger abzudecken, entschied sich Schipper für eine frühzeitige Nachalarmierung von mehreren Nachbarwehren. Auch eine zweite Drehleiter aus Emden oder Aurich ließ er, wie auch die andere Wehren zumindest auf dem Papier, in Marsch versetzen.

Das Objekt ist derzeit nur mit einer Zufahrt ausgestattet. Daher musste eine genaue Koordination der Einsatzfahrzeuge durch die Einsatzleitung stattfinden. Dies war notwendig, um den nachfolgenden Einsatzkräften die Anfahrt sowie dem Rettungsdienst einen reibungslosen Abtransport der Verletzten zu ermöglichen. Für die Zukunft erachtet die Feuerwehr hier eine zweite Zufahrt, die über das Grundstück des Kindergartens Schulstraße angelegt werden sollte, als zwingend erforderlich. Auch über die Anfahrt von bis zu 40 Pflegekräften, die im Alarmfall von der Heimleitung in ihrer Freizeit benachrichtigt werden und um dann die Betreuung und Evakuierung vor Ort zu unterstützen, muss sich die Heimleitung Gedanken machen. Denn auch deren Privatfahrzeuge können die Wege versperren.

In der anschließenden Nachbesprechung im Hilfeleistungszentrum zeigte sich die Wehrführung mit der Einsatzübung insgesamt zufrieden. Wenn auch bei allen Beteiligten ein mulmiges Gefühl zurückbleibt. Schließlich ist die Pflegeeinrichtung mit fast 190 Bewohnern die größte solcher Einrichtungen in der Stadt Norden und stellt die Rettungskräfte im Ernstfall vor eine riesige Aufgabe. An der Übung beteiligten sich mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Norden sowie des Deutschen Roten Kreuz aus verschiedenen Ortsverbänden.


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