Gefahrgutzug

Wie viele größere Feuerwehren in Deutschland verfügt auch die Freiwillige Feuerwehr Norden als Schwerpunktwehr über einen sogenannten "Gefahrgutzug". Aufgabengebiet dieser Einheit ist das Bekämpfen und Beseitigen von gefährlichen atomaren, biologischen und chemischen Stoffen. Da es in Ostfriesland weder Kernkraftwerke, noch sonstige größere Unternehmen gibt, die sich mit ABC-Stoffen beschäftigen, sind Einsätze des Gefahrgutzuges eher selten.

Einer der Gefahrenpunkte, der in dieser Region zu einem Unfall mit Gefahrgut führen kann, sind verunglückte LKWs, die Säure oder ähnliches transportieren. Sollte es zu solch einem Unfall kommen, wird im Landkreis Aurich der in Holtrop (Großefehn) stationierte ABC-Zug, die für das Gebiet zuständige Ortsfeuerwehr sowie die nächstgelegene Feuerwehr mit Ausrüstung und Personal für Gefahrguteinsätze alarmiert.

Beispielsweise verunglückte im Juli 2009 ein mit Eisen-III-Chlorid beladener LKW auf der Kreisstraße zwischen Loppersum und Wirdum. Dies führte zu einem Einsatz der Feuerwehren Loppersum, Hinte, dem ABC-Zug, dem Gefahrgutzug mit dem Gerätewagen-Atemschutz, Rüstwagen 2 und Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Norden, sowie ein Gerätewagen-Gefahrgut aus Sandhorst und der DRK-Bereitschaft Südbrookmerland.

Der Abtransport gefährlicher Chemikalien erfolgt in der Regel durch Mitglieder der TUIS.
Im oben genannten Fall erfolgte die Umfüllung in einen anderen Transporter durch die Firma "Dow Chemical" aus Stade.


* Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem