Einsatzübung bei der Glave Gruppe

Am Dienstagabend fand eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Norden mit allen vier Zügen und rund 80 Einsatzkräften statt. Übungsobjekt waren hierbei die Produktionshallen der Glave Gruppe im Gewerbe- und Dienstleistungspark Leegemoor im Ortsteil Süderneuland I.

Das Unternehmen beschäftigt sich hauptsächlich mit der Verarbeitung von Edelstahlblechen sowie dem Maschinenbau.

Ausgegangen wurde  an dem Abend von zwei Szenarien, welche die Kameraden Jörg Päpke, Dieter Fischer und Timo Ellßel ausgearbeitet hatten. Gegen 20.15 Uhr wurden durch den Einsatzleitwagen (ELW2) die Fahrzeuge abgerufen und im entsprechenden Szenario eingesetzt.

In der Tischlerei der Norder Bandstahl  GmbH (NB) war ein Feuer ausgebrochen und es sollten sich noch vier Personen darin befinden. Um dies realistischer darzustellen, verrauchte eine Nebenmaschine die Werkstatthalle. Unter Atemschutz konnten die Verletzten, dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, "gerettet" werden. Währenddessen wurden zwei Schlauchleitungen zu einem nahe gelegenen Unterflurhydranten sowie zu einem Feuerlöschbrunnen aufgebaut.

Zeitgleich spielte sich das zweite Szenario ab. Bei einem Unfall in den Räumlichkeiten der Norder Lagertechnik GmbH & Co. Maschinenbau KG (NLT) sollten Gase aus einem Behälter ausgetreten sein. Es zunächst unklar, um welchen Stoff es sich handelte und welche Gefahren von ihm ausgehen können. Im Gebäude befanden sich mehrere bewusstlose Personen, deren Anzahl zunächst ebenfalls nicht bekannt war. Somit musste ein Atemschutztrupp mit Chemikalienschutzanzügen vorgehen, um den Stoff ausfindig zu machen. Schnell stellte sich heraus, dass dieser nicht ätzend ist und ebenfalls nicht über die Haut aufgenommen werden kann, allerdings zur Bewusstlosigkeit führt. Das Leck wurde abgedichtet und es konnten weitere Atemschutztrupps zur Personensuche eingesetzt werden.
 
Gegen 22 Uhr konnte nach einer kurzen Übungsbesprechung das Hilfeleistungszentrum (HLZ) in der Osterstraße angefahren und der Übungsdienst beendet werden. Volker Glave, geschäftsführender Gesellschafter der Glave-Gruppe, dankte allen Einsatzkräften für Engagement dafür, "dass sie ihr Ehrenamt ernst nehmen". Die Übungsausarbeitenden sowie Stadtbrandmeister Dieter Stellmacher merkten an, dass das Unternehmen mit seinen 20 Hallen und Bürogebäuden sehr komplex ist. Das gilt auch für die zu möglicherweise erwartenden Einsatzszenarien. Diese reichen von großen Brände bis hin zu einem breiten Spektrum an technischen Hilfeleistungen, die der Feuerwehr einiges abverlangen könnten.
 
Am Rande der Übung kam es noch zu einem Ernstfall. Ein Feuerwehrmann stürzte über eine Bodenunebenheit im Freien und fiel dabei genau auf sein Funkgerät, welches er in der Brusttasche seiner Jacke trug. Danach klagte er über starke Schmerzen im Rippenbereich. Der angeforderte Rettungsdienst brachte den Kameraden in Notarztbegleitung ins Norder Krankenhaus. Nach bisherigen Erkenntnissen prellte er sich zwei Rippen. Vorsichtshalber wird er zwei Tage zur Beobachtung dort bleiben müssen.
 
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015
Einsatzübung, 08.09.2015

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