Evakuierung nach Bombenfund in Norddeich

Mit einem lauten Knall und einer in über 1000 Meter noch zu spürenden Druckwelle endete am Mittwochabend eine aufsehenerregende Evakuierungsaktion in Norddeich. Am Vormittag wurde die Führung der Freiwilligen Feuerwehr von der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Norden über einen Bombenfund in Norddeich informiert. Die Pläne des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sahen eine Sprengung direkt im Osthafen, in einem Spülfeld vor. Dies bedeutete eine umfangreiche Evakuierung des gesamten Norddeicher Hafens, anliegender Straßen und Gebäude im Umkreis von 1000 Metern. Seeseits betrug die Sicherheitszone sogar 1500 Meter. Auch der Bahn- und Fährverkehr zu den Inseln musste vorübergehend eingestellt werden. Um die Evakuierung durchführen zu können, wurde für die Freiwillige Feuerwehr Norden und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehrerer Ortsverbände gegen 14.40 Uhr Großalarm ausgelöst. Weit über 100 Einsatzkräfte kamen zum Einsatz und klingelten an den Häusern, um die Bewohner aufzufordern die Sperrzone zu verlassen. Schon am Mittag wurde im Rundfunk und per Lautsprecherdurchsagen der Polizei auf die Aktion hingewiesen. In der Norddeicher Grundschule wurde eine Sammelstelle eingerichtet. Dort konnten sich die Betroffenen aufhalten und die Betreuung durch das DRK in Anspruch nehmen. Das DRK holte auch einige gehbehinderte Personen von zu Hause ab und brachte sie zur Sammelstelle. Da sich zur Zeit nur wenige Urlauber in Norddeich aufhalten, verlief die Evakuierung mehrerer hundert Personen ohne Schwierigkeiten. Auch die umfangreichen Straßensperrungen der Polizei nahmen die Verkehrsteilnehmer gelassen.

Als um kurz nach 18 Uhr ein Polizeihubschrauber die Sicherheitszone mehrmals überflogen hatte und sich keine Personen mehr im Gefahrenbereich aufhielten, konnte die Sprengung erfolgen. Eine riesige Rauch-. und Dreckwolke stieg weit sichtbar in den Himmel. Der unüberhörbare Knall erschreckte nicht nur die Schaulustigen an der Absperrgrenze, sondern auch eine große Schar Vögel im Deichvorland. Wenige Minuten nach der Sprengung wurden alle Absperrungen aufgehoben und die Evakuierten konnten in ihre Häuser zurückkehren. Nach Auskunft des Kampfmittelräumdienstes handelte es sich bei dem Sprengkörper um eine 400 Kilogramm schwere Ankertaumine aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Mine beinhaltete geschätzte 200 Kilogramm Sprengstoff. Die genaue Herkunft der Seemine wird noch ermittelt.

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