Lebensretter für Lebensretter beschafft

Automatisch Externe Defibrillatoren (AED) können bei akuten Herzstörungen Leben retten. Immer mehr dieser kleinen Lebensretter werden daher in öffentlichen Gebäuden und Bereichen mit hohen Personenverkehr bereitgestellt. Seit dieser Woche hängt solch ein AED auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Norden im Hilfeleistungszentrum (HLZ).

Auch dort ist immer allerhand Betrieb. Neben dem Einsatzgeschehen und dem regulären Dienstbetrieb von Einsatzabteilung sowie Kinder- und Jugendfeuerwehr finden dort Proben des Stadtorchesters, Versammlungen, Veranstaltungen, Dienstsport und Arbeitsdienste statt. Bei der hohen Personenfrequentierung sowie den dort verrichteten körperlichen Anstrengungen, kann es durchaus zu einem medizinischen Notfall kommen. Schnelle Hilfe ist dann gefragt, besonders wenn es um schwerwiegende Herzprobleme geht.

Der Förderverein der Norder Feuerwehr hat die Erste-Hilfe-Ausstattung im HLZ daher nun ergänzt. Stadtbrandmeister Thomas Kettler und sein Stellvertreter Thomas Weege, welche auch den Vorsitz des Fördervereins innehaben, übergaben das lebensrettende Gerät am Dienstag seiner Bestimmung. 1600 Euro hat der Verein hierzu investiert.

Im Falle eines Herzkreislaufstillstandes oder bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen unterstützt ein AED Ersthelfer. Sollte der Herzrhythmus eines Menschen durch Kammerflimmern pulslos geworden sein, so reicht eine Herzdruckmassage alleine möglicherweise nicht aus. Ein Elektroschock ist dann zwingend erforderlich sein. Das Gerät überträgt den Stromstoß durch zwei auf den Brustkorb aufgeklebte Elektroden-Pads und kann so das Herz wieder in einen herkömmlichen Rhythmus bringen.

Daher ist es wichtig, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch bestmögliche Erste Hilfe überbrückt wird. Der AED gibt jeden einzelnen Schritt vor und leitet den oder die Ersthelfer an. Auch zur manuellen Herzlungenwiederbelebung gibt das Gerät lautstark eine Anleitung ab und gibt die Rhythmen zur Druckmassage sowie Atemspende vor. Intervallmäßig analysiert der Defibrillator den Herzschlag und entscheidet, ob ein Schock erforderlich ist. Sollte dies der Fall sein, so fordert es zum loslassen des Patienten und zue Schockabgabe per Knopfdruck auf.  

Die Geräte sind zwar speziell für den Einsatz durch Laien konzipiert, dennoch ist eine Einweisung an solch einem Gerät sinnvoll. Alle rund 145 Mitglieder der Einsatzabteilung werden nun in der Handhabung des AED geschult. Der Förderverein hat hierzu auch ein Trainingsgerät beschafft, mit dem die Schulungen praxisnah an einer Übungspuppe gestaltet werden können. Die Unterweisungen übernehmen die Feuerwehrleute Robert Odametey, Hauke Dirksen, Daniel Branscheidt und Stephan Ulrichs. Sie besitzen eine Berufsausbildung zum Rettungs- oder Notfallsanitäter und können ihre Erfahrungen aus dem Rettungsdienst in das Training mit einfließen lassen. Neben den Einsatzkräften werden auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr unterwiesen. Auch sie können so ein Gerät bedienen oder aber einen Erwachsenen bei der Ersten Hilfe tatkräftig unterstützen.

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