Multimediaspende an Norder Wehr übergeben

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden kann sich erneut über eine großzügige Spende freuen. Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ließ der Norder Wehr eine interaktive Multimedia-Schreibtafel, eine sogenanntes SMARTBoard, zu Gute kommen. Das Gerät besteht aus einer weißen Tafel, auch Whiteboard genannt, einem Projektor und Lautsprechern. An das Board wird ein herkömmlicher Computer oder ein Laptop angeschlossen. Mit dem speziellen Programm für Feuerwehren TecBOS der Firma MSA Auer können Feuerwehreinsatzpläne, Kartenmaterial, Wasserentnahmestellen, Luftbilder sowie alle anderen herkömmlichen Datenformate auf die Tafel projektiert werden. Eine umfangreiche Datenbank mit einsatzrelevanten Informationen kann zur Verfügung gestellt werden. Das Besondere an diesem System ist, dass man das projektierte Bild mit speziellen Stiften an der Tafel bearbeiten und die Veränderungen abspeichern kann. So können Fahrzeuge, taktische Zeichen oder auch Einsatzabschnitte eingezeichnet und dokumentiert werden. Ein Einsatztagebuch läuft im Hintergrund und erfasst die Änderungen. Die Bedienung erfolgt ganz einfach per Fingerbewegung, direkt auf der Tafel, es funktioniert wie ein riesiger Touchscreen.

Zum Einsatz kann dieses System bei Großschadenslagen kommen. "Die Technische Einsatzleitung wird bei komplexen Einsätzen ihre Stabsarbeit vom Hilfeleistungszentrum aus aufnehmen, dabei wird das SMARTBoard eine große Hilfe sein", so Stadtbrandmeister Karl Kettler bei der offiziellen Übergabe am Donnerstagnachmittag. Die beiden Mitglieder der Technischen Einsatzleitung Christian Schipper und Klaus Dehne demonstrierten die Funktionsweise der Multimediatafel. Bei der Katastrophenübung im vergangenen Oktober mit über 500 Einsatzkräften wurde dieses System bereits erfolgreich getestet und für tauglich befunden. Jedoch stellte die Finanzierung zunächst ein Hindernis dar, wäre da nicht die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse gewesen. Jene hat im vergangenen Jahr 100.000 Euro den ostfriesischen Feuerwehren zur Verfügung gestellt, um flächendeckend Wärmebildkameras in Ostfriesland einzuführen. Die Feuerwehren und die Versicherung teilten sich damals die Anschaffungskosten. Durch die große Sammelbestellung konnte ein nicht unerheblicher Preisnachlass ausgehandelt werden. Da sich die Feuerwehr Norden aber bereits vor einigen Jahren eine Wärmebildkamera beschafft hatte, beteiligte man sich nicht an dieser Sammelbestellung. Nordens Bürgermeisterin Barbara Schlag wollte sich aber auch nicht den Zuschuss entgehen lassen. Sie holte sich die Zusage der Brandkasse, den Zuschuss auch anderweitig einfordern zu dürfen. Dieses Versprechen lösten nun Thomas Habben und Helmut Krüger von den Norder Geschäftsstellen 1 und 3 sowie Vertriebsleiter Robert Friedel ein. Die beiden Geschäftsstellen sowie die Direktion Aurich haben sich die Kosten aufgeteilt. "Wir wollten die Feuerwehr Norden nicht im Regen stehen lassen", so Friedel. Er zeigte sich selber fasziniert von der High-Tech-Anschaffung. Karl Kettler will die Gerätschaften aber nicht nur bei Einsätzen nutzen. Auch zur Übungsvorbereitung, bei Planspielen und Nachbesprechungen soll sie genutzt werden. Mit einem zusätzlichen Laptop können auch die Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle im Einsatz überwacht werden. Das dieses System zum Einsatz kommen wird, ist Karl Kettler sich sicher. Die Umstrukturierung der Leitstellen und der damit verbundene Neubau in Wittmund, wird die Feuerwehren dazu auffordern bei größeren Einsätzen verstärkt organisatorische Aufgaben selber in die Hand zu nehmen.

Hauptsächlich sollen es die Führungskräfte der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr nutzen. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Damit diese bestmöglich ausgenutzt werden, sollen nun Anwenderschulungen erfolgen. Aber auch der Nachwuchs soll an die Technik herangeführt werden. Die Anwesenden bei der Übergabe waren sich aber einig, dass gerade die jüngeren Kameraden sich schnell mit der Technik anfreunden werden, zumal diese SMARTBoard
s auch an vielen Norder Schulen eingesetzt werden.

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