Neues Bevölkerungswarnsystem vorgestellt

Die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und die Stadt Emden starten einen Warndienst per Kurzmitteilung. Jeder, der sich angemeldet hat, bekommt bei Gefahrensituationen eine SMS. Auch E-Mails werden verschickt. Die Leistungen sind kostenlos.

Es ist ein System, das in der gesamten Bundesrepublik einmalig ist. Ein System, das Menschen in der Region vor Katastrophen bewahren soll - und dabei noch einfach und effektiv ist. Die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und die kreisfreie Stadt Emden haben am Dienstag den Startschuss für den so genannten Kat-Warn-Dienst gegeben. Er soll Menschen vor Chemieunfällen, Sturmfluten oder beispielsweise Großbränden warnen - und das per Kurzmitteilung auf das Handy oder per E-Mail ins Postfach.

Der neu entwickelte Dienst der Landkreise, der Ostfriesischen Brandkasse und des Fraunhofer Institutes für Software- und Systemtechnik (ISST) soll die Sirenenwarnungen ersetzen. "Die Bürger bekommen mitgeliefert, wie sie sich in Katastrophenfällen verhalten müssen", sagte Dipl.-Wirt.-Ing. Ulrich Meissen vom Fraunhofer-Institut in Berlin.

Eine SMS schicken zur Anmeldung

Zur Teilnahme an dem Dienst muss man lediglich eine SMS mit der Postleitzahl des Wohnortes verschicken, und schon ist man in dem Verteiler aufgenommen. Der Vorteil: Durch die Angabe der Postleitzahl müssen im Katastrophenfall nicht alle Menschen gewarnt werden, sondern nur die, die es betrifft. Zudem entstehen lediglich die normalen Kosten einer SMS. Der Kat-Warn-Dienst an sich ist kostenlos. Er wird von den Kreisen und der Ostfriesischen Brandkasse finanziert.

So funktioniert die Anmeldung beim Kat-Warn-Dienst: Schicken Sie eine SMS mit dem Stichwort KATWARN und Ihrer Postleitzahl an die Telefonnummer 01 72 / 3 55 44 05. Sollten Sie zusätzlich per E-Mail gewarnt werden wollen, hängen Sie einfach ihre E-Mail-Adresse an. Eine mögliche Anmeldung könnte so aussehen: "KATWARN 26789 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!".

Quelle: Ostfriesen Zeitung, Tim Leuchters


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