Lkw im Graben - Öl lief aus

Zur Unterstützung der Ortsfeuerwehren Hage und Hagermarsch wurde am frühen Abend der Rüstwagen und die Ölschadensgruppe der Feuerwehr Norden alarmiert. Im Breiten Weg in Hage war ein mit mehreren tausend Litern Öl beladener Lkw in einen Seitengraben gerutscht. Im Aufbau des Lkw befand sich eine Pump- und Tankanlage zum Austausch von Getriebeöl in Windenergieanlagen. Aus dieser lief Öl aus, den Feuerwehren gelang es über 100 Liter aufzufangen.

Die beiden Mitarbeiter der Firma waren auf dem Weg nach Sande, in der Nähe von Wilhelmshaven. Ihr Navigationsgerät lotste sie fälschlicher Weise ab von der Landstraße. Nachdem dem Fahrer die Sache zu heikel wurde, hielt er das Fahrzeug auf der völlig aufgeweichten Berme an. Kurz nach dem Stillstand rutschte der Brummi in den Graben und kippte auf die Seite. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Während der Bergungsarbeiten wurde gegen 23.00 Uhr die Feuerwehr Sandhorst mit dem Gerätewagen Gefahrgut nachalarmiert. Die Arbeiten gestalteten sich als äußerst schwierig und aufwendig. Ein Bergungsunternehmen aus Westerstede rückte hierfür mit einem Autokran sowie zwei Bergungsfahrzeugen an. Bei der Erkundung stellte Einsatzleiter und stellvertretender Gemeindebrandmeister Manfred Aden eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kofferaufbaus fest. Vorsichtshalber wurde diese mit einer schwarzen Folie abgeklebt, somit wurde die Stromerzeugung eingestellt. Zusätzlich waren das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei Norden sowie ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Aurich vor Ort. Hilfreiche Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte von einem Landwirt. Mit einem Radlader füllte er Erde in den Graben, somit konnte eine Ausbreitung des Öles verhindert werden. Die mehr als 50 Helfer konnten sich in einer Maschinenhalle vor immer wieder aufziehenden Regenschauern schützen und mit Kaffee aufwärmen. Einige von den Helfern waren erst kurz vor diesem Einsatz aus dem Hochwassereinsatz in Osnabrück zurückgekehrt.

Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden. Der Rüstwagen konnte gegen 21.00 Uhr, das Löschgruppenfahrzeug der Ölschadensgruppe gegen 23.00 Uhr die Einsatzstelle verlassen.

 

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