2000 m² Wasserfläche im Osthafen verschmutzt

Eine Wasserfläche von zirka 2000 Quadratmetern wurde am Sonnabend im Norddeicher Osthafen mit Öl verschmutzt. Sportbootfahrer hatten den Ölfilm gemeldet. Zwischen zahlreichen Sportbooten, Fischkuttern und Arbeitsschiffen hatte sich das Öl verteilt. Um 18.47 Uhr wurde darauf die Freiwillige Feuerwehr Norden alarmiert. Da kurz vor der Alarmierung der höchste Pegelstand der Tide erreicht war, strömte das Wasser bei Eintreffen der Wehr aus dem Hafenbecken raus. Auch das Öl wurde Richtung offenes Meer getrieben. Sofort wurde eine saugfähige Ölsperre zu Wasser gelassen. Da es auch dunkel wurde und die genaue Ursache für die Umweltverschmutzung noch nicht festgestellt werden konnte, musste die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet werden. So kamen insgesamt vier Feuerwehrfahrzeuge, darunter auch die Drehleiter sowie ein Lichtmastanhänger zum Einsatz. Ebenfalls wurde das Mehrzweckboot zu Wasser gelassen. Um das Öl abzubinden und später besser absaugen zu können, brachten die etwa 30 Helfer der Feuerwehr spezielles Bindemittel für Gewässer aus. Ein Spezialfirma rückte mit zwei Fahrzeugen an und saugt das gebundene Öl von der Wasseroberfläche ab. Hier wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig für die Feuerwehr die schnelle Anwesenheit der Wasserschutzpolizei ist. Polizeioberkommissar Werner Meissner von der Wasserschutzpolizei Norddeich wurde außerhalb seiner Dienstzeit in seiner Freizeit benachrichtigt und eilte in den Hafen und nahm unverzüglich die Ermittlungen auf. Bei Einsätzen im Norddeicher Hafen kommen immer wieder Fragen zur Zuständigkeit verschiedener Behörden auf. Hier ist die Wasserschutzpolizei ein wichtiger Ansprechpartner, um im Rahmen der Gefahrenabwehr schnellst möglich und effektiv tätig zu werden. In diesem Jahr ist es bereits mehrfach zu dieser Art von Einsätzen im Norddeicher Hafen gekommen.

Gemeinsam waren Feuerwehr, Spezialfirma, Wasserschutzpolizei und zwei Vertreter von NPorts bis zirka 1 Uhr im Einsatz. Als möglichen Verursacher wird ein Arbeitsschiff vermutet, welches im Osthafen an der Kaimauer liegt. Eventuell hat der starke Regen am Vormittag das Öl vom Deck des Schiffes heruntergespült. Die Polizei wird hier weiter ermitteln. Besonders ärgerlich war die Aussage eines Zeugen. Er berichtete, dass mehrere Sportbootfahrer den Ölfilm bereits am Mittag gesichtet hatten. Wäre der Vorfall schon dann gemeldet worden, so wäre der Reiningungsaufwand sicherlich deutlich geringer gewesen und hätte die Kosten um einiges geringer gehalten.

 


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