Tage der offenen Tür beim HLZ

Die erste gemeinsame öffentliche Großveranstaltung auf ihrem neuen Gelände richteten nun die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk in Norden aus. Erstmalig konnte die Öffentlichkeit das Hilfeleistungszentrum (HLZ) an der Osterstraße in Augenschein nehmen. Allen Gästen, darunter Einwohner, Urlauber, benachbarte Organisationen sowie Freunde und Verwandte der Norder Rettungskräfte, wurde ein ausgiebiges Rahmenprogramm geboten.

Am Freitag standen voranging die Besichtigung der Hauptgebäude sowie der Fahrzeughallen auf dem Programm. Ausführlich wurden hier die Bauten und die zukünftigen Abläufe auf dem Gelände erklärt. Ein Technikschau bei der die Fahrzeuge besichtigt werden konnten, rundeten das Programm ab.
Am Abend wurde es dann musikalisch: Das Stadtorchester Norden, welches auch zur Feuerwehr gehört, musizierte sowohl an Land als auch zu Wasser. Gemeinsam mit ihrer befreundeten Musikkapelle aus Wachbach (Bad Mergentheim) fuhr eine kleine Auswahl Musiker mit einem Fischerboot vom Norder Hafen zum HLZ. Am gegenüberliegenden Ufer empfingen Fackelträger die Musikanten bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang.

Am Sonnabend wurde das Programm dann auf zahlreiche Vorführungen ausgedehnt. Hierzu gehörten unter anderem eine Abseilübung von der Drehleiter aus, eine historische Übung der Feuerwehr-Oldiegruppe sowie eine gemeinsame Übung von THW und Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall. Hier arbeiten rot und blau Hand in Hand zusammen, um insgesamt vier angenommene Verletzte aus ihren Wracks zu befreien. Das Deutsche Rote Kreuz hat die vier Darsteller vorher geschminkt, so dass deren Verletzungen äußerst realistisch aussahen. Während der Übung übernahm das DRK die Versorgung der Verletzten.
Auch das Hauptzollamt Oldenburg nutzte den Tag um ihre Spür- und Schutzhundestaffel zu präsentieren. Drei Hunde, teils unterschiedlich ausgebildet in der Suche nach Rauschgift und Tabakwaren sowie dem Schutz ihrer Hundeführer, bewiesen eindrucksvoll ihr Können.

Einige der zahlreichen Gäste haben das schöne Wetter nicht nur mit einer Radtour zum HLZ verbunden, sondern stießen mit den Booten von THW und Feuerwehr auf dem Norder Tief in See. Der Seeweg wurde auch von zwei Gastgruppen als Anreiseweg genutzt, um dass für das Wochenende angekündigte Verkehrschaos in und um Norden herum zu meiden. Die Kameraden aus Hage und Greetsiel kamen mit Booten zum HLZ, die direkte Anbindung an das Galgentief machte es möglich. Die Greetsieler waren fast drei Stunden mit ihrem Mehrzweckboot, sowie einem Fischkutternachbau aus mehreren alten Badewannen auf dem Weg nach Norden.

Auch an die kleinsten Besucher wurde natürlich gedacht: Die Johanniter der Ortsgruppe Norden veranstaltete mit den Kindern ein Kistenstapeln. Die Norder Jugendfeuerwehr hatte ihre Seifenkistenbahn aufgebaut und zu schnellen Fahrten eingeladen. Auch die Hüpfburg des THW aus Nordenham fand regen Zuspruch. Nordens THW-Ortsbeauftragter Boje Boyen zeigte sich hoch erfreut über den Verlauf dieser Veranstaltung. Alle Erwartungen wurden erfüllt, wenn teilweise nicht sogar übertroffen. Besonders positiv fiel das harmonische Zusammenspiel beider Organisationen auf. Nicht nur bei den Übungen, auch bei der Bewirtung der Gäste ging man gemeinschaftlich ans Werk. "Was unsere zukünftige Zusammenarbeit angeht, sind wir auf dem richtigen Wege" so Boyen.

Karl Kettler, Stadtbrandmeister in Norden, war ebenfalls überwältigt. "Die Leute haben uns die Bude eingerannt", freute er sich sich über die Besuchermassen. Besonders stolz war er auch über das Engagement der Familienmitglieder der ehrenamtlichen Kräfte. Nicht nur zahlreiche Kuchen wurden gebacken, auch beim Verkauf in den Ständen ließen sie sich mit einspannen.

Feierlicher Abschluss der Veranstaltung war das Konzert vom Stadtorchester mit den Wachbacher Gästen. Über 100 Musiker standen teilweise gleichzeitig auf der improvisierten Bühne aus Holzkästen und LKW-Aufliegern. Sie spielten zahlreiche Stücke aus ihrem Repertoire und begeisterten die Zuschauer bis in die Nacht hinein.

 

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